Heute 05.08.2023 vor 66 Jahren .
ZUM GEDENKEN an den 05.08.1957 - Auszug aus dem Roman " Der Immobilien Makler "


MFH -Weyerthal 40 / 1950

Urgroßmutter Katerina, 76 Jahre alt, erlebte einen schicksalhaften Tag am 05.08.1957, als ein Gehirnschlag ihr Leben abrupt beendete. Die Szenerie entfaltet sich im Nachklang meiner Vorhersage bezüglich dieses Ereignisses aus dem vorherigen Jahr. An diesem Tag als ich meinem gewohnten Tagesablauf folgend, nach der Schule auf den Weg nach Sülz machte.  Auf meinem Fahrrad, einem treuen Begleiter auf diesem kurzen 10-15-minütigen Weg vom Höningerweg durch die Pohligstraße zur Weißhausstraße, über die Luxemburger und schließlich rechts ab ins Weyertal. Am Ziel, dem Haus Weyertal, klingelte ich zuerst bei Oma Cilli, doch vergeblich. Die meisten hatten damals kein Telefon, aber meine Uroma Brüls besaß einen „Fernsprechapparat“. Ohne Antwort von Oma Cilli wandte ich mich an meine Uroma Brüls. Die Tür wurde rasch geöffnet, und beim Betreten des Treppenhauses spürte ich eine beunruhigende Unruhe und Hektik, die mir in diesem Haus fremd war. Auf halber Treppe begegnete mir meine Oma Cilli, Tränen in den Augen, und sagte: „Manfred, fahre schnell zu deiner Mutter nach Zollstock zurück und sage ihr, dass Oma Katerina vor einigen Minuten durch einen Gehirnschlag gestorben ist.“ Durch das Treppengeländer erkannte ich im Treppenhaus einen Arzt, der sich mit meinen Tanten unterhielt. Sofort schwang ich mich auf mein Rad und eilte zurück nach Zollstock. Dort angekommen war mein Vater abwesend, vermutlich im Dienst, und meine Mutter, schwanger mit meinem Bruder Hans im dritten Monat, machte sich aufgeregt und weinend allein auf den Weg nach sülz. Während sie sich umgehend auf den Weg machte, wurde mir, die Aufsicht über meinen jüngeren Bruder Mario übertragen. Dieser Tag bleibt unauslöschlich in meiner Erinnerung, zumal ich dieses Ereignis genau vorhergesehen hatte im letzten Sommer im Westerwald .  Eine Welle der Trauer ergriff alle, die mir nahestanden. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich mit dem Tod in meiner eigenen Familie konfrontiert wurde. Besonders meine Mutter Marianne litt stark unter dem plötzlichen Verlust meiner Urgroßmutter, da sie größtenteils in ihrer Kindheit von ihr aufgezogen worden war und eine tief mütterliche Bindung zu ihr hatte.





                       Wenn Manfred einmal Zeit zum Regenerieren brauch, schaut er sich die Kölner Lichter an,   und sein bescheidener Balkon wird zur Loge.




Auch hier scheint die Sonne auf ein kölsches Herz. Willy Millowitsch gebohren am 08.01.1909 in Köln , wäre heute den 08.01.2024 - 115 Jahre alt geworden. Manfred vermisst ihn seit dem 20. September 1999 an dem er verstarb sehr , seine liebenswürdige freundliche kölsche Art.





 










 
 
 
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